Als ich kurz vor der Europawahl der Piratenpartei beitrat, war ich hochmotiviert und glaubte an die Piratenpartei. Mein erstes Piratentreffen in Düsseldorf war sehr positiv und bestärkte mich in meiner Entscheidung der Piratenpartei beigetreten zu sein.

Als der Landesvorsitzende NRW im Juni auf der Mailingliste ein Treffen mit der Linkspartei ankündigte, traten erste Zweifel auf. Nach langer Diskussion und einem offenen Brief konnte der Landesvorsitzende zu einer Stellungnahme bewegt werden.

Für den LV NRW sind AKs mit der Linkspartei kein Problem wenn sich eine der Bonner Crews dazu entschliesst. Wenn eine Crew einen AK mit anderen Parteien plant, kann auch niemand dagegen Einspruch einlegen und man muss es akzeptieren.
Zitat:

Sollten aber die Bonner Piraten beschliessen mit den Linken irgend etwas
zu unternehmen ist es usus das dann zu akzeptieren.

Die Demokratie in der Piratenpartei endet also sobald eine Crew eine Aktion plant. Das kann und darf einfach nicht sein,
Kurz vor den Wahlen sollte sich eine Partei, die ihre eigene Ausrichtung noch nicht gefestigt hat, nicht in AKs mit anderen Parteien verbünden. Sollte eine der Bonner Crews eine Mahnwache zusammen mit der Linkspartei durchführen, würde es kein gutes Licht auf die Piratenpartei als Ganzes werfen.

Die Wahl von Bodo Thiesen auf dem Bundesparteitag ist in meinen Augen ein Fehler. Es ist egal was er gesagt oder gemeint hat. Es geht um das Bild der Piratenpartei nach außen. Was bringt es uns wenn wir ihn, gerechtfertigt oder nicht, in Schutz nehmen?
NICHTS!
Das Bild der Piratenpartei leidet in der Öffentlichkeit. In meinen Augen sollte Bodo zurücktreten um die Piratenpartei aus der Schusslinie zu nehmen.

Alle Mitglieder der Piratenpartei sollten sich überlegen, wie sie mit ihrem Auftreten und Handeln die Partei präsentieren. Wenn man auf dem politischen Parkett etwas erreichen möchte, sollte man nicht in jedes Fettnäpfchen treten.